Industriekauffrau bei Mahlo – meine ersten Monate

Ein Erfahrungsbericht von Emma Thaler

Teil 1 - Hallo Arbeitswelt

Emma Thaler - Auszubildende bei Mahlo GmbH + Co. KG in Saal, Deutschland
Emma Thaler lernt bei Mahlo den Beruf der Industriekauffrau

30.01.2017
Mein Name ist Emma Thaler. Ich bin 16 Jahre alt und beendete im Sommer 2016 die Realschule mit dem Abschluss der Mittleren Reife. Im darauffolgenden September startete ich ins Berufsleben - mit einer Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Mahlo GmbH + Co. KG in Saal an der Donau.

Die Mahlo GmbH + Co. KG ist ein Familienunternehmen und gehört zu den weltweit führenden Herstellern von Mess-, Regel und Automatisierungssystemen für die Textil- und Veredelungsindustrie sowie dem Beschichtungs-, Folien- und Papierbereich.

Kontakt zu Kunden finde ich spannend

Die Arbeit im Büro hat mir schon immer gefallen. Allerdings interessiert mich auch der Kontakt und Umgang mit Kunden. Als Industriekauffrau kann man dies gut unter einen Hut bringen, daher habe ich mich für diesen Ausbildungsberuf entschieden.

Der Beruf hat seine Herausforderungen. Meiner Meinung nach sollte man als Industriekauffrau immer einen kühlen Kopf bewahren können, auch wenn einmal nicht alles nach Plan läuft. Außerdem ist es wichtig, dabei stets freundlich und höflich gegenüber den Kunden zu sein. Und natürlich sollte man Spaß an Computer- und Büroarbeiten und keine Scheu vor Kundenkontakt haben.

Nach meiner Ausbildung hoffe ich, dass ich noch einige Jahre bei Mahlo arbeiten kann.  Danach spiele ich mit dem Gedanken, meinen Betriebswirt zu absolvieren.

Wir werden sehen...


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Teil 2 - Erste Schritte

Mein erster Arbeitstag

Die Innovationshalle von Mahlo
Hier beginnt die Geschichte - das Technikum der Firma Mahlo

31.01.2017
Mein erster Tag bei Mahlo, da war ich schon ganz schön aufgeregt. Insgesamt 9 Azubis hatten sich in der Zentrale von Mahlo eingefunden. Pünktlich um 7:30 Uhr ging es los. In der sogenannten Innovationshalle, dem Technikum und Ort für Kundenveranstaltungen von Mahlo, stellten sich unsere Ausbildungsleiter Herr Beil und Frau Markl vor.

Erwartungen an die Ausbildung
Ideen und Erwartungen der Berufsanfänger für ihre Ausbildung

Nach einer kleinen Kennenlern-Runde berichteten die Ausbildungsleiter, was jeden von uns die kommenden 3 Jahre erwarten wird.  Auch wir durften erzählen, was wir uns von der Ausbildung erwarten, was wir für Ziele haben.

Gruppenarbeit der Auszubildenden bei Mahlo
Erstes Teamwork in einem neuen Arbeitsleben

Die erste Woche bei Mahlo waren sogenannte Einführungstage - eine Zeit, in der wir Azubis neben unserer Arbeit in den einzelnen Abteilungen immer wieder gemeinsame Aktionen machten. So konnten wir uns gegenseitig und Mahlo besser verstehen lernen.

Die neuen Mahlo-Auszubildenden von 2016
Die neuen Auszubildenden bei Mahlo von 2016 mit ihren Betreuern

Im Anschluss an ein gemeinsames Gruppenbild gab es eine Führung durch den Verwaltungsbereich. Hier stellten uns die Ausbilder die Abteilungen Personal, Finanzen, Vertrieb, Auftragsabwicklung, Marketing und Technische Dokumentation vor. Danach war auch schon Zeit für das gemeinsame Mittagessen in der Kantine. Darauf schnupperten wir kurz in unsere kommenden Abteilungen, bei mir Marketing & Technische Dokumentation.

Teamwork-Spiele bei Mahlo
Das Ei muss ins Nest - nur gemeinsam zu schaffen

Der Nachmittag stand unter dem Motto „Der Azubi als Teamplayer“. In Spielen mussten wir alle gemeinsam Aufgaben lösen, was gar nicht so einfach war. Die Idee war jedenfalls prima, denn es gab einiges zu lachen und jeder hatte seinen Spaß.

Teambildende Spiele bei Mahlo
Teamwork ist gar nicht so einfach - wird aber bei Mahlo spielerisch vermittelt

Und nebenbei lernten sich alle besser kennen und der Zusammenhalt der Gruppe wurde stärker. Um 16:00 Uhr war dann am ersten Tag Schluss.

In den folgenden Tagen lernten wir noch den Betriebsrat kennen, bekamen eine Unterweisung in die allgemeinen Sicherheitsbestimmungen und durften den gesamten Produktionsbereich kennenlernen.

Die ersten Tage in einer neuen Firma hätte ich mir nicht besser wünschen können. Jeder ist mit offenen Armen empfangen worden.


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Teil 3 - Erster Stopp: Dokumentation

Meine erste Station: Marketing & Technische Dokumentation

Emma in der Abt. Marketing & Technische Dokumentation
Emma bei ihrem ersten Einsatz: Marketing & Technische Dokumentation

01.02.2017
Ich wurde als Erstes in der Abteilung Marketing & Technische Dokumentation eingesetzt.

Meine Hauptaufgabe in der Techdok war es, Auslieferungsunterlagen zu bearbeiten, fertigzustellen und auszuliefern. Auslieferungsunterlagen enthalten die Betriebs- und Montageanleitung eines Geräts. Beim Vorbereiten dieser Unterlagen muss die passende Betriebsanleitung zu einem Gerät mit bestimmten Optionen und Varianten zusammengefügt werden.

Beim Ausliefern der Unterlagen werden die zugehörigen Verkabelungs- und Stromlaufpläne zu den Betriebsanleitungen hinzugefügt. Wenn alles fertig ist, wird das Paket in die Endmontage gebracht und von den Maschinenprüfern zum richtigen Gerät gepackt.

Anleitung der Mahlo-Richtmaschine Orthopac RVMC-15
Auszug aus der Betriebsanleitung eines Mahlo Orthopac RVMC-15 Schussfadenrichters

Neue Betriebsanleitungen werden in der Techdok natürlich auch erstellt. Einmal für sogenannte unvollständige Maschinen, also Maschinen, welche einmal ein Teil einer Produktionsanlage werden. Beispiele hierfür sind der Schussfadenrichter Orthopac RVMC oder das Qualitäts-Kontrollsystem Qualiscan QMS, die unter anderem in Anlagen für Textilproduktion oder Beschichtung eingebaut werden.

Daneben gibt es aber auch verwendungsfertige Produkte, etwa kleine Handmessgeräte für Produktfeuchte.

Redaktionssystem Cosima Go für Technische Dokumentation
Für Anleitungen und Technische Kommunikation wird bei Mahlo ein XML-Redaktionssystem benutzt

Weitere Aufgaben sind auch das Übersetzen von Betriebsanleitungen in bis zu 20 Sprachen oder das Korrekturlesen von neuen Anleitungen. Für all diese Aufgaben nutzen wir ein Redaktionssystem namens Cosima Go, welches uns bei unserer Arbeit vieles erleichtert und uns unterstützt. Es bietet die Möglichkeit, Anleitungen aus einzelnen Inhaltsmodulen herzustellen, die immer wieder verwendet werden können. Und es gibt einige Vorteile und Hilfen wie die automatische Versionierung, Trennung von Layout und Inhalt, Variantenmanagement oder das Übersetzungsmanagement.

Meine Arbeit in der Techdok

Auslieferung der Dokumentation an die Endmontage
Emma bringt fertige Auslieferungsunterlagen in die Werkstatt

Täglich stemple ich um 07:30 in der Arbeit ein. In meiner Abteilung heißt es dann Computer hochfahren und anmelden. Als Erstes werfe ich einen Blick in meine E-Mails und überprüfe, was heute ansteht. Danach öffne ich ABAS, unser ERP-System. Hier kann ich sehen, welche Geräte heute vorzubereiten und fertigzustellen sind. Das können schon mal bis zu 20 Geräte pro Tag werden. Dann beginne ich die einzelnen Auslieferungsunterlagen für die jeweiligen Geräte zu bearbeiten und auszuliefern.

Nebenher gibt es noch viele andere Aufgaben zu erledigen wie z.B. das Archivieren alter Betriebsanleitungen und Prospekte in unserem Dokumentenmanagement-System. Um 9:00 Uhr sind 15 Minuten Pause, die ich gewöhnlich in der Abteilung verbringe. Zum Mittagessen um 12:00 Uhr treffe ich mich meist mit den anderen Azubis in der Kantine.

Und ein bisschen Marketing…

Mahlo-Messestand auf der ITMA ASIA 2016 in Shanghai
Messen und Ausstellungen - hier die ITMA ASIA 2016 in Shanghai - eine von vielen Marketingaufgaben bei Mahlo

Vorrangig war ich in der Techdok tätig. Aber auch ins Marketing durfte ich ein bisschen hineinschnuppern. Beispielsweise habe ich die Logos der Messen, an denen Mahlo im Jahr 2017 teilnimmt, herausgesucht und aufbereitet. Danach habe ich diese dann mit den passenden Daten auf unsere Website gestellt.

Das Ergebnis kann man hier sehen: Liste der Messen 2017 ->

Auch habe ich die Vollständigkeit unserer Messekoffer überprüft, verschiedene Ordner für die Messen 2017 erstellt und bei der Inventur im Messelager geholfen.


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Teil 4 - Erste Erfolge ...

Viel gelernt

Arbeit mit Computer und Software bei Mahlo
Arbeit an komplizierten Listen in Excel & Co.

02.02.2017
In der Techdok habe ich gelernt, besser mit Programmen wie Word oder Excel umzugehen. Unter anderem habe ich gleichzeitig auch den Umgang mit ABAS und unseren anderen Programmen gelernt.

Meiner Meinung nach ist die Techdok auch die beste Abteilung, um viel über unsere Produkte zu erfahren. In den 4 Monaten, während ich in dieser Abteilung war, konnte ich mehr über unsere Maschinen lernen als in jeder anderen Abteilung. Im Marketing konnte ich einen kleinen Blick in die Messeplanung werfen und dort auch ein paar Eindrücke und Erfahrungen mitnehmen.

Mir hat in der Techdok am besten gefallen, dass ich mit Leuten zusammenarbeiten durfte, mit denen ich mich super verstanden habe und die mir immer geholfen haben, wenn ich nicht weiterwusste. Außerdem hat mir das Arbeiten an unserer Website sehr zugesagt und ich fand es toll, wie ich mit der Zeit mit den Auslieferungsunterlagen immer besser geworden bin.

So konnte und durfte ich immer selbstständiger arbeiten.

Von 0 auf 100 – das war schon schwierig

Die größte Schwierigkeit war mit Sicherheit der Anfang in der neuen Abteilung bzw. der Anfang meiner Ausbildung. In ein komplett neues Umfeld mit vielen neuen Gesichtern geworfen zu werden, kann schon eine ziemliche Herausforderung sein. Ich hatte Glück und wurde von jedem mit offenen Armen empfangen und konnte jeden um Hilfe bitten, wenn ich mal nicht weiterwusste.

Eine zusätzliche Schwierigkeit war sicher auch, ohne jegliche Vorkenntnisse über die Geräte von Mahlo in eine Abteilung zu kommen, in welcher man tagtäglich zig Anleitungen für diese Geräte zusammenstellen muss. Zum Glück lernte ich schnell dazu und wurde immer besser. Nach kurzer Zeit war dies auch kein Problem mehr.

Gespannt auf neue Eindrücke

Emma in der Buchhaltung
Emma in ihrer neuen Abteilung: Buchhaltung & Finanzen

Nun ist es Anfang 2017 und ich habe in meine neue Abteilung gewechselt – die Buchhaltung. Dort werde ich die nächsten Monate meiner Ausbildung verbringen. Unter anderem ist in 2017 auch noch der Einsatz im Einkauf, in der Arbeitsvorbereitung, im Ersatzteilwesen und in der Reparatur geplant.

Ich bin gespannt, was mich in den genannten Abteilungen erwartet und freue mich darauf, auch dieses Jahr viele neue Erfahrungen und Eindrücke sammeln zu dürfen.

Ausbildung

Emma wählte den Weg der Industriekauffrau.

Natürlich gibt es noch jede Menge anderer Möglichkeiten für junge Leute in dem Familienunternehmen.

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Video: Dankeschön Barcelona für eine wundervolle ITMA 2019
Video: Was präsentiert Mahlo auf der ITMA 2019? Wie treffe ich die netten Mädels in den bayerischen Dirndln?
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